Etappe 6

Kohlhof – Heidelberg

Etappe 6

Kohlhof – Heidelberg

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Kohlhof – Heidelberg

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Kohlhof – Heidelberg

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Kohlhof – Heidelberg

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Kohlhof – Heidelberg

Etappe 6

Kohlhof – Heidelberg

Etappe 6

Kohlhof – Heidelberg

Schrittweise Ankommen

Ein altes Ankunftsritual von Pilger*innen ist, den Stein von daheim kurz vor dem Ziel abzulegen: etwas dalassen, erleichtert ankommen. Auf dem Heiligenberg, am Tor des keltischen Ringwalls, ist ein Platz entstanden.

Die Pilger*in kann die Etappe, je nach Kondition und Interesse, auf drei verschiedenen Wegen zurücklegen. Sie hat bei Etappe 6 die Möglichkeit jeweils vor Ort zu entscheiden, ob sie ein Wegstück umfahren oder abkürzen möchte. Diese Wegstücke sind bezeichnet mit Umfahrung 1, 2 und 3:

Camino Incluso

↑ 200 m ↓ 550 m

Variante 1

↑ 60 m ↓ 490 m

Variante 2

↑ 100 m ↓ 510 m

Die Einschätzung der Etappe für unterschiedliche Nutzergruppen erfolgte auf der Grundlage einzelner Erprobungen und soll für eine erste Orientierung dienen. Die Einschätzung erfolgte ohne Gewähr und erhebt keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit.

Übersichtskarte Etappe 6

Wegqualität

Zu Etappe 6 gibt es 3 Umfahrungen (U1, U2, U3), die als individuelle Vorortentscheidungen genutzt werden können.

Wir haben 2 Varianten zusammengestellt und die Umfahrungen integriert:
Variante 1: Camino + U1 + U2 + U3
Variante 2: Camino + U1 + U2

Umfahrung 1:

Eine Station mit ÖPNV: Umfahrung einer Steigung mit unebenem Wegstück von 50 m und eines Straßenstücks von 50-100 m:

Wilhelmsfeld, Schriesheimer Hof – Bus 34 (2 min) – Haltestelle: Langer Kirschbaum – W10 –  Wilhelmsfelder-Eck-Hütte (ca. 1 km vor Gasthaus und Aussichtsturm Weißer Stein)

Umfahrung 2:

Umfahrung/ -gehung einer leichten Steigung und teilweise unebener Wegbeschaffenheit:

Wilhelmsfelder-Eck-Hütte – über W10 (asphaltiert) –  Parkplatz Raue Buche (Parallelweg zum Camino)

Umfahrung 3:

Umfahrung/ -gehung der Steigung zum Heiligenberg:

Zollstock – „Heidelberg, einfache Strecke“ (1 km abwärts auf Odenwälderweg), dann wieder vereinigt mit dem Camino –  Heidelberg

Wegführung

Etappe 6 (18 km) startet am Naturfreundehaus Kohlhof und führt bis zum Wohngebiet nach Wilhelmsfeld zuerst auf einem ausgewiesenen Rollstuhlwanderweg, dann auf dem Gehweg, 500 m (Gefälle 6-7 %), hinab ins Dorf. Der Camino verläuft bis Heidelberg auf befestigten Waldwegen hauptsächlich eben bis abwärts. Es gibt 2 Steigungen, die beide umfahren werden können (U1 und U3):

Steigung 1, ab Ortsende von Wilhelmsfeld, führt über 200 m bis zu 9 % aufwärts.

Alternative: Umfahrung 1 (U1): mit dem Bus (2 min Fahrt) + ebener Weg

Steigung 2 führt über den Heiligenberg (ca. 350 m bis zu 11 %).

Alternative: Umfahrung 3 (U3): am Zollstock direkt hinab (1700 m, ca. 10 % Gefälle, die ersten 400 m bis 12 %) nach Heidelberg.

Es gibt 3 steilere Gefälle:

Das 1. Gefälle führt über 2,5 km hinab zum Stickelsplatz, anfangs 2-6 %, die letzten 200 m 7-9 %. Das 2. Gefälle auf dem Odenwälderweg zum Philosophenweg beträgt auf 800 m ca. 11 %. Ein letztes Mal hinab durchs Wohngebiet nach Heidelberg: auf asphaltiertem Weg 50 m bis 10 %, dann 600 m ca. 6 %.

 
Wegbeschaffenheit

Der Weg ist in den Ortschaften und auf den Zufahrtswegen zu den beiden Waldgasthäusern asphaltiert, im Wald sind es befestigte Wege mit wassergebundenen Decken.

Bei der 1. Steigung nach Wilhelmsfeld ist der Pilgerweg über 50 m uneben und leicht aufgesprungen.

Alternative: Die Rollstuhlpilger*in kann vor Ort entscheiden, ob sie das Stück bewältigt oder lieber mit dem Bus umfährt (U1).

Das zweite Wegstück von der Wilhelmfelder Hütte bis zum Gasthaus Weißer Stein, über ca. 1 km, kann witterungsbedingt etwas uneben sein.

Alternative: Es kann einfach parallel umfahren werden (U2).

In Heidelberg führt der Weg nach Überqueren der Alten Brücke ca. 200 m über Kopfsteinpflaster.

Alternative: eine einfache Umfahrung über die Haspelgasse ist beschrieben.

Verkehr

Auf den Waldwegen ist kein Verkehr, v.a. Winterhalbjahr evtl. forstwirtschaftliche Fahrzeuge. Nach dem ersten Kilometer nach Wilhelmsfeld überquert der Weg die Landstraße. Die Rollstuhlpilger*in muss evtl. sogar ca. 50 m einem Pfad oberhalb der Straße auf die Straße ausweichen. Diese ist gut einsichtig, nicht immer stark befahren, aber der Verkehr kann sehr schnell unterwegs sein.

Alternative:

Umfahrung 1 (U1) mit dem Bus.

Die beiden Zufahrtstraßen zu den Waldgasthäusern sind breit, gut einsichtig mit wenig Verkehr. Es sind v.a. am Wochenende viele Spaziergänger*innen und die Autofahrer*innen daher langsam unterwegs.

Etappe 6 – CAMINO INCLUSO

Wanderkarte: Bergstraße-Odenwald Blatt 12, 1:20 000 – Hrsg: Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald

Einschätzung

Die Einschätzung der Etappe für unterschiedliche Nutzergruppen erfolgte auf der Grundlage einzelner Erprobungen und soll für eine erste Orientierung dienen. Die Einschätzung erfolgte ohne Gewähr und erhebt keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit.

Wo es lang geht

Genaue Beschreibung der Wegstrecke und Informationen zur Infrastruktur

Kohlhof (460 m) – Wilhelmsfeld (448 m): 2,1 km (↑20 m - ↓50 m)

Die Pilger*in startet die letzte Pilgeretappe am Naturfreundehaus Kohlhof.

Pilgerhinweis: Am Etappenziel, dem Naturfreundehaus Kohlhof, findet die Pilger*in den Pilgerstempel und die Infotafel für die letzte Etappe. Das Naturfreundehaus bietet eine barrierefreie Herberge, Einkehr sowie barrierefreie Toiletten.

Auf ebener Strecke ist die Pilger*in durch den Köhlerwald gemeinsam mit den Wandersleuten des E1 bis Wilhelmsfeld auf dem Europäischen Fernwanderweg E 1 unterwegs (Markierung: früher weißes, jetzt grünes Andreaskreuz). Vorbei an einem Schaukohlemeiler kommt sie auf ebener Strecke am Parkplatz Köhlerwald aus dem Wald. Dieses Wegstück, vom Kohlhof bis zum Waldaustritt, ist auch als Rollstuhlwanderweg beschrieben.

Anschließend rollt es sich auf asphaltiertem Weg über 30 Höhenmeter 500 m abwärts (Gefälle 6 bis 7%), dem Wohngebiet entlang, vorbei an Harput Döner bis zum Gasthaus Schriesheimer Hof nach Wilhelmsfeld. Links unterhalb der Tankstelle ist die Bushaltestelle Schriesheimer Hof.

Hinweis: Hier ist die Möglichkeit der Umfahrung einer Gefahrenstelle: Umfahrung 1 mit ÖPNV.

Wilhelmsfeld (448 m) – Weißer Stein (548 m): 3,5 km (↑100 m - ↓0 m)

Der Camino überquert in Wilhelmsfeld am Gasthaus Schriesheimer Hof die Schriesheimer Straße an der Fußgängerampel – gut einsehbar- und führt geradeaus zwischen den Häusern hindurch, auch mit den Roten Balken ausgezeichnet, leicht aufsteigend Richtung Waldrand. Links ist der Wanderparkplatz „Hexenbesen“. Hier ist vor dem Anstieg noch eine besondere Rast angesagt: Der Hirschkäfer und Kaiserin „Sissi“ begegnen sich beim „Hexenbesen“. Der Europäische Fernwanderweg E1 verabschiedet sich.

Ab Wilhelmsfeld bewegt sich die Pilger*in nun auf kaiserlichen Pfaden bis Heidelberg. Die Pilger*in lässt den Parkplatz links liegen, trennt sich von den E1-Wandersleuten und geht weiter geradeaus.

Sie folgt 600 m dem befestigten Waldweg – zunächst ansteigend und 50 m teilweise aufgesprungen (200 m und ca. 9 % Steigung), dann eben – oberhalb der Fahrstraße, bis er auf diese stößt.

Hinweis: Rollstuhlpilger*innen müssen etwa 50-100 m auf der Straße rollen, da der naturnahe Weg schmal ist. Die Strecke ist gerade und gut einsehbar, der Verkehr aber schnell. Eine Seilsicherung der Rollstuhlpilger*in durch die Gruppe ist evtl. ratsam.

Dann überquert der Pilgerweg die Straße. Diesem folgt die Pilger*in weiter auf ebener Strecke. Sie erreicht ein Rastbänkchen (kein barrierefreier Zugang, Stufen und unwegsam) und hat eine herrliche Aussicht auf die zurückgelegten Anhöhen des Odenwalds. Nach ca. 2 km trifft der Pilgerweg, auch Rote Balken -Weg, auf den gelben Kreuz -Weg. Er führt uns weiter zur Wilhelmsfelder-Eck-Hütte. Hier ist eine barrierefreie Rast möglich. Die Schutzhütte steht an einer Weggabelung.

Hinweis: Hier ist die Möglichkeit der Umfahrung eines leicht ansteigenden und zwischendurch unebenem Wegstücks auf asphaltiertem Weg: Umfahrung/-gehung 2

Der Pilgerweg ist nach der Wilhelmsfelder-Eck-Hütte nach rechts ausgeschildert. Er führt nach 1 km direkt zum Waldgasthaus Weißer Stein. Der Weg steigt leicht an (2-3 %, für 300 m 4-5 %), kann zwischendurch etwas uneben sein, am Ende führt er ein paar wenige Meter über Wurzelwerk und es gibt eine Engstelle an der Schranke, die witterungsbedingt aufgeweicht sein kann.

Aber die erfreuliche Seite: Die Pilger*in hat die Anhöhe Weißer Stein mit gleichnamigem ursprünglichem Gasthaus mitten im Wald, nach ca. 3,5 km ab Wilhelmsfeld, erreicht.

Hinweis: Der Biergarten ist eben zugängig. Im Biergarten gibt es auch eine barrierefreie Toilette, zum Gasthaus führen Stufen. Der Biergarten sowie die barrierefreie Toilette sind nur im Sommerhalbjahr geöffnet.

Weißer Stein (548 m) – Parkplatz, Raue Buche (532 m) – Zollstock (393 m): 3,1 km (↑0 m - ↓160 m)

Zwischen Gasthaus und Turm führt der geteerte Weg 550 m zum Parkplatz Raue Buche hinab. Am Parkplatz Raue Buche treffen Variante 1 und 2 wieder auf den Camino. Der Pilgerweg verläuft auf dem Waldweg geradeaus hinab, auch mit dem roten Balken markiert. Nach ca. 50 m trifft die Pilger*in auf einen Wegweiserstein „Meereshöhe 515 m“ an einer Wegkreuzung.

Der Pilgerweg geht nach rechts zuerst leicht (2-6 %), die letzten 200 m 7-9 % abwärts, auf einer Länge von ca. 2,5 km bis zu einer großen Wegspinne (6 Wege), den Stickelsplatz.

Hinweis: Die Hohe Straße verläuft parallel dazu auf dem Höhenrücken über die Hütte „Am Einsiedler“ und trifft am Stickelsplatz wieder mit dem Camino zusammen.

Kurz danach erreicht die Pilger*in weiter dem Pilgerweg abwärts folgend, auch roter Balken, die Holdermannseiche. Weiter abwärts rollend kommt sie wenig später zum Zollstock. Dort kann sie an einer Schutzhütte gut rasten und blickt zum ersten Mal auf Schloss und die Altstadt von Heidelberg.

Hinweis: Hier muss die Pilger*in eine Entscheidung treffen: Steigung über den Heiligenberg gemeinsam auf dem Camino überwinden oder ab hier Umfahrung 3 wählen (ohne Steigung bis Heidelberg, nicht über den Heiligenberg).

Zollstock (393 m) – Heiligenberg, Waldschenke (440 m): 1,4 km (↑40 m - ↓50 m)
Anspruchsvolle Strecke: Camino Incluso: ab Zollstock

Der beschilderte Pilgerweg führt, weiter auch roter- Balken-Weg, zunächst abwärts, dann ansteigend bis zu einer Weggabelung am Heiligenberg.

Der Pilgerweg umrundet den Gipfel des Heiligenbergs rechts auf der weniger steilen und gut befahrbaren Nordseite. Hier geht es insgesamt ca. 350 m und 30 Höhenmeter auf gut befestigtem Weg bergauf (bis zu 11 % Steigung).

Hinweis: Die Fußpilger*in kann an der Weggabelung am Heiligenberg den linken Weg (Rundweg 1) nehmen. Dieser steigt auf einem schmalen Pfad steil an, entlang des Keltenrings und führt direkt auf den Gipfel des Heiligenbergs.

Der Pilgerweg verläuft auf dem inneren Ringwall (Keltenweg) der ehemals keltischen Siedlung. An der Westseite kommt die Pilger*in an eine Kreuzung. Dort ist der Pilgerweg nach unten ausgeschildert.

Pilgerhinweis: Ein Wegweiserstein weist Richtung Heiligenberg nach links hinauf (Klosterweg)! Es bietet sich an, an diesem geschichtsträchtigen Ort sich spiralförmig gegen den Uhrzeigersinn eine Etage höher zu bewegen und über den Klosterweg, dann Sankt Michels Rundweg und nochmal den Heiligenberg zu umrunden. Auf der Westseite entdeckt die Pilger*in den Platz „Tor innerer Ringwall“.

Auf dem Camino rollt es dann stetig abwärts. Links gibt es zuerst einen Zugang zur oben genannten Thingstätte mit Stufen, 20 m weiter einen ebenen. Der Weg führt aber weiter hinab zum Heiligenbergbrunnen und zum Gasthaus Waldschenke.

Hinweis: Das Gasthaus und Biergarten sind eben zugängig und bietet leibliche Stärkung für den Endspurt. Die Pilger*innen finden eine Toilette (ebener Zugang hinten am Parkplatz über die Terrasse, Toilette eben, aber eng, keine Griffe, keine Sitzerhöhung) vor.

Heiligenberg, Waldschenke (383 m) – Heidelberg, Jesuitenkirche (125 m): 6,5 km (↑10 m - ↓270 m)

Die Pilger*in lässt das Gasthaus Waldschenke rechts liegen und kommt zum Parkplatz Heiligenberg mit dem „Heiligenberg zum Anfassen“. Danach erreicht die Pilger*in das ehemalige Stephanskloster. Von dort blickt sie zum dritten Mal auf Heidelberg. Weiter auf der Zufahrtsstraße kommt sie kurz danach zum gefürchteten Heidenloch, in dessen Tiefe sie blicken kann.

Der Pilgerweg verläuft wieder ein kurzes Stück – etwa 100 m – auf der Fahrstraße (unvermeidbar, aber gut einsehbar, nur Zufahrtstraße zum Wanderparkplatz und Gasthaus). Kurz danach- nach einem Rechtsbogen- verlässt der Pilgerweg die Fahrstraße und biegt nach links in den oberen breiten Weg (namentlich: Aussichtsturmweg) ab.

Hinweis: Fußpilger*innen können an der Abzweigung auch den unteren schmalen Weg nehmen und über das Fuchsrondell, die Mönchberghütte und Bismarckturm auf den Philosophenweg gelangen. Sie orientieren sich am Wegzeichen „roter Balken“. Das war auch die ursprüngliche Wegbeschilderung des Camino Incluso. Aber der naturnahe Weg zum Fuchsrondell – 1km – ist mit dem Rollstuhl nicht gut befahrbar. Ab dem Fuchsrondell ist der Weg bis HD durchgängig asphaltiert.

Der Pilgerweg ist gut befestigt, eben bis leicht absteigend und es rollt sich rhythmisch durch den Wald entlang des äußeren keltischen Ringwalls auf historischem Pfad (ca. 400 v. Chr.). Ein Wegweiserstein informiert darüber.
Nach 1 km trifft er auf den Rundweg 2 (namentlich noch immer Aussichtsturmweg), dem die Pilger*in ca. 300 m folgt und an der nächsten Kreuzung einer scharfen Rechtskehre wieder verlässt.

Hinweis: An dieser Kreuzung sind zwei Wegweisersteine. Die Pilger*in befindet sich jetzt auf dem Odenwälderweg (der von oben kommt). Dort trifft sie mit den Pilger*innen, die sich für Umfahrung 3 entschieden haben, zusammen. Aussichtsturmweg und Odenwälderweg vereinigen sich hier.

Der Odenwälderweg ist weiter gut befestigt und breit, führt über eine Strecke von 800 m und einem Gefälle von ca. 11 %. Sie entdecken 50 m weiter abwärts den Odenwälderbrunnen. Die Pilger*innen rollen und gehen den Odenwälderweg nach unten bis dieser an der Odenwälder Hütte, vor dem „Landeplatz für Engel“, der Engelswiese, auf den Philosophenweg trifft.

Pilgerhinweis: Hier ist ein Abzweig nach links zum Kloster Stift Neuburg (4km) möglich. Das Benediktinerkloster bietet den Pilger*innen auf Voranmeldung einen Pilgerempfang, Pilgerstempel und eine einfache Pilgerherberge (ab 2 Übernachtungen, nicht barrierefrei) an.

Die Pilger*in ist auf dem Philosophenweg angekommen. Sie rollt auf ihm geradeaus weiter. Nach der Engelswiese stößt die Pilger*in auf die Hölderlinanlage Sie findet dort eine Hinweistafel, dass hier eine den Engeln geweihte Kirche gestanden haben soll. Ein guter Sommerrastplatz im Schatten der Bäume. Von der Hölderlinanlage bewegt sie sich über 1 km weiter auf dem legendären Philosophenweg.

Hinweis: Die besondere Qualität dieses Wegstücks liegt darin, dass die Pilger*in über 1 km dem Philosophenweg nach Westen entlang schlendert – physisch wie mental – vorbei an der Hölderlinanlage und einen unbeschreiblichen Blick auf Heidelberg hat. Hat sie das Neckarufer erreicht, legt sie dieselbe Strecke eine Etage tiefer zurück, auf Flusshöhe und nach Osten ausgerichtet. Dieselbe Sicht aus anderer Perspektive, in anderem Licht!

Hinweis: Fußpilger*innen können kurz nach der Hölderlinanlage über den romantischen Schlangenweg, ein gepflasterter Hohlweg mit Stufen, hinab bis zur Alten Brücke nach Heidelberg.

Rollstuhlpilger*innen folgen dem ausgeschilderten Camino Incluso auf dem Philosophenweg bis zum Philosophengärtchen und dann zum Wohngebiet.

Der Camino Incluso verlässt den Philosophenweg nach links über die Albert-Ueberle-Straße.

Hinweis: Dies ist die beste und am wenigsten steile Möglichkeit nach Heidelberg zu gelangen. Der Pilgerweg durch das Wohngebiet folgt der Straße hinab. Hier werden die Wegzeichen des Camino Incluso immer wieder entfernt. Aber am Ende der Straße erwartet die Pilger*innen wieder die gewohnte Ausschilderung.

Der Weg ist weiterhin asphaltiert. Am Anfang geht es ca. 50 m steiler (bis 10%), dann gemäßigt abwärts. (gesamt ca. 40 Höhenmeter für 600 m, 6,6 % Gefälle). Sie erreichen direkt die Bushaltestelle der Linie 34 Bergstraße auf der Neuenheimer Landstraße. Dort überqueren sie die Straße- gut einsichtig- und folgen ihr nach links bis zur Fußgängerampel. Über diese gelangen sie auf dem Fuß- und Radweg entlang des Neckars zur Alten Brücke in Heidelberg (2 km ab Abzweig vom Philosophenweg).

Hinweis: Fußpilger*innen können den Leinpfad unterhalb der Straße entlang des Neckars nutzen.

Vor der Alten Brücke treffen alle Wege- die alternativen Fußpfade und der Camino Incluso- zusammen. Beim Weg über die Alte Brücke rollt die Stadt den Pilger*innen den roten Teppich aus. Sie werden hier von Neckar, Schloss und dem Tor zur Altstadt würdevoll empfangen.

Nach der Romantik rüttelt die andere Seite der Realität: Durch das Brücken-Tor mit seinen 2 Türmen, einst Gefängnis- und Wächterwohnung, gelangen die Pilger*innen in die Steingasse, die holprig auf Kopfsteinpflaster auf die evangelische Heiliggeistkirche zu führt.

Hinweis: Umfahrung des Kopfsteinpflasters: Nach der Brücke 50 m rechts hinab und die erste Straße links, die Haspelgasse , auf dem Bürgersteig zur Hauptstraße, dort links zur Kirche. Ab der Kirche ist der Weg wieder gut befahrbar.

Achtung: In der Altstadt werden die Wegzeichen immer wieder überklebt oder entfernt. Deshalb muss die Pilger*in der Beschreibung folgen.

Der ausgezeichnete Pilgerweg umrundet die Kirche links herum. Die Stolpersteine vor der Max-Bar erinnern die Pilger*in an jüdisches Leben in Heidelberg. Sie überquert den Marktplatz und trifft auf die Hauptstraße. Dieser folgt er nach links.

Hinweis: Im Rathaus gibt es barrierefreie Toiletten. Mit Blick auf das Rathaus geht die Pilger*in geradeaus, bis rechter Hand, gegenüber dem Rathaus, der Kornmarkt erreicht ist.

Von oben grüßt das Heidelberger Schloss die Pilgerin. Nach einem Gruß zurück überquert sie den Platz und biegt rechts in die Ingrimstraße ein.
Nach einigen Metern wartet linker Hand die Pilgerherberge Hostel68 in einem ehemaligen Gesindehaus.

Pilgerhinweis: Auf telefonische Anfrage gibt es einen barrierefreien Pilgerempfang außerhalb und den Pilgerstempel.

Die Pilger*in folgt der Ingrimstraße bis ans Ende, stößt auf die Kettengasse, folgt ihr nach rechts und biegt danach gleich links in die Merianstraße ein.

Nach wenigen Metern erreicht sie ihr Ziel, die Jesuitenkirche Sie betritt die älteste katholische Kirche in Heidelberg (1712-1723) durch den Haupteingang.

Pilgerhinweis: Im Garten stehen die siebte und letzte Infotafel und ein Pilgerkästchen. Darin findet sie das Infoblatt zur Stempelstelle sowie das Pilgerbuch und den Pilgerstempel. Der letzte Pilgerstempel markiert das Ende des Pilgerwegs. Auf Anfrage gibt es einen Pilgerempfang.
Im Gemeindehaus der Citykirche (Jesuitenkirche) gibt es auch barrierefreie Toiletten sowie zuvor im Rathaus und in der Alten und Neuen Universität. Ein barrierefreies WC mit Euroschlüssel befindet sich auf dem Universitätsplatz.

Hinweis: Der Weg zur Universität ist in vielerlei Hinsicht lohnenswert. Auf dem Universitätsplatz stolpert die Pilger*in über den Martin-Luther-Gedenkstein. Vom Universitätsplatz geht die Pilger*in über die Hauptstraße hinunter in die Marstallstraße und gelangt kurz vor dem Neckar auf den Platz der alten Synagoge.

Heidelberg ist erreicht und die Pilger*in sollte sich Zeit lassen für diese internationale, inklusive und interreligiöse Stadt.

Etappe 6 – Variante 1

Wanderkarte: Bergstraße-Odenwald Blatt 12, 1:20 000 – Hrsg: Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald

Einschätzung

Die Einschätzung der Etappe für unterschiedliche Nutzergruppen erfolgte auf der Grundlage einzelner Erprobungen und soll für eine erste Orientierung dienen. Die Einschätzung erfolgte ohne Gewähr und erhebt keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit.

Wegqualität

„Vorteile“ der Variante 1 gegenüber Camino Incluso
  • Vermeidung von einer Steigung nach Wilhelmsfeld: 200 m bis zu 9 % Steigung (U1)
  • Vermeidung einer starken Steigung (350 m bis zu 11 % Steigung) auf den Heiligenberg (U3)
  • kein Wegstück auf der Straße
  • U1 + U2: asphaltierter, ebener Weg
  • U3: gut befestigter, breiter Waldweg mit wassergebundener Decke
  • Weg (U2 + U3) geht eben und leicht abwärts (U3: 1700 m 10 % Gefälle, auf 400 m 12 %)
  • 4 km kürzer
  • ohne Steigung nach Heidelberg
„Nachteile“ der Variante 1 gegenüber Camino Incluso
  • 1,6 km mit ÖPNV: evtl. Wartezeit von höchstens 30 Minuten auf den Niederflurbus
  • für Rast im Gasthaus Weißer Stein: Abstecher notwendig: 500 m und ↑20 m und wieder zurück (asphaltiert)
  • führt nicht über den „Heiligenberg“
  • keine Einkehr im Gasthaus Waldschenke
  • Busfahrt für Liege-Handbike-Fahrer*innen nicht möglich

Wo es lang geht

Genaue Beschreibung der Wegstrecke und Informationen zur Infrastruktur

Kohlhof (460 m) – Wilhelmsfeld (448 m): 2,1 km (↑20 m - ↓50 m)

Die Pilger*in startet die letzte Pilgeretappe am Naturfreundehaus Kohlhof.

Pilgerhinweis: Am Etappenziel, dem Naturfreundehaus Kohlhof, findet die Pilger*in den Pilgerstempel und die Infotafel für die letzte Etappe. Das Naturfreundehaus bietet eine barrierefreie Herberge, Einkehr sowie barrierefreie Toiletten.

Auf ebener Strecke ist die Pilger*in durch den Köhlerwald gemeinsam mit den Wandersleuten des E1 bis Wilhelmsfeld auf dem Europäischen Fernwanderweg E 1 unterwegs (Markierung: früher weißes, jetzt grünes Andreaskreuz). Vorbei an einem Schaukohlemeiler kommt sie auf ebener Strecke am Parkplatz Köhlerwald aus dem Wald. Dieses Wegstück, vom Kohlhof bis zum Waldaustritt, ist auch als Rollstuhlwanderweg beschrieben.

Anschließend rollt es sich auf asphaltiertem Weg über 30 Höhenmeter 500 m abwärts (Gefälle 6 bis 7 %), das Wohngebiet entlang, vorbei an Harput Döner bis zum Gasthaus Schriesheimer Hof nach Wilhelmsfeld. Links unterhalb der Tankstelle ist die Bushaltestelle Schriesheimer Hof.

In Wilhelmsfeld nimmt die Pilger*in dieser Variante die Umfahrung 1 und 2 und trifft anschließend nach 2,6 km wieder auf den Camino.

Wilhelmsfeld, Schriesheimer Hof – Bus 34: 1,5 km (↑70 m – ↓0 m) – Haltestelle Langer Kirschbaum- Hohe Straße W10 – Wilhelmsfelder-Eck-Hütte: 1,1 km (↑10 m – ↓0 m) (ca. 1 km vor Gasthaus und Aussichtsturm Weißer Stein)

Umfahrung 1:

  • Vorteil: Vermeidung einer Steigung und eines Wegstücks auf der Straße, 1 km Fußweg weniger
  • Nachteil: evtl. Wartezeit von höchstens 30 Minuten auf den Bus

In Wilhelmsfeld nimmt die Pilger*in den Bus 34 (Haltestelle Schriesheimer Hof) Richtung Heidelberg. Der Bus fährt im Halbstundentakt als Niederflurfahrzeug. Sie fährt 1 Station (2 Minuten) bis zur Haltestelle Langer Kirschbaum. Hier ist die Höhe erreicht.
Sie folgt über den Parkplatz dem linken Weg W11, W10. Der Weg ist asphaltiert.
An der Wilhelmsfelder-Eck-Hütte kommt von rechts unten der Camino. Dieser führt rechts weiter über das Gasthaus Weißer Stein. Etwas bequemer geht es links weiter auf der Hohen Straße: U2

Wilhelmsfelder-Eck-Hütte – Hohe Straße W10 – Parkplatz Raue Buche: 1,5 km (↑20 m – ↓10 m)

Umfahrung 2:

  • Vorteil: asphaltierter, ebener Weg
  • Nachteil: kommt nicht direkt am Gasthaus Weißer Stein vorbei – dieser ist kurz vor dem Parkplatz Raue Buche ca. 500 m auf asphaltierter Zufahrtsstraße aufwärts zu erreichen: Umweg hin und zurück: 1 km, (↑20 m – ↓20 m)

Ab der Wilhelmsfelder-Eck-Hütte die Abzweigung nach links, den W10, wählen. Der Weg verläuft wieder auf dem alten Handelsweg, der Hohen Straße parallel zum Pilgerweg – eben, asphaltiert – und trifft vor dem Parkplatz Raue Buche wieder auf ihn.

Hinweis: Der Parkplatz Raue Buche liegt etwa 600 m unterhalb des Gasthauses Weißer Stein. Für eine Rast im Gasthaus Weißer Stein biegt die Pilger*in kurz vor der Abfahrt zum Parkplatz Raue Buche rechts ab und gelangt auf asphaltiertem Weg ca. 500 m und 20 Höhenmeter (Steigung 2-4 %, auf 250 m 5-6 %) bergauf zum Gasthaus. Draußen am Biergarten bietet das Gasthaus im Sommerhalbjahr eine rollstuhlgerechte Toilette an.

Parkplatz, Raue Buche (532 m) – Zollstock (382 m): 2,6 km (↑ 0 m - ↓140 m)

Am Parkplatz geht es weiter wieder auf dem Camino geradeaus hinab, auch roter Balken. Nach ca. 50 m trifft die Pilger*in auf einen Wegweiserstein „Meereshöhe 515 m“ an einer Wegkreuzung.

Der Pilgerweg geht nach rechts zuerst leicht (2-6 %), die letzten 200 m 7-9 % abwärts, auf einer Länge von ca. 2,5 km bis zu einer großen Wegspinne (6 Wege), den Stickelsplatz.

Hinweis: Die Hohe Straße verläuft parallel dazu auf dem Höhenrücken über die Hütte „Am Einsiedler“ und trifft am Stickelsplatz wieder mit dem Camino zusammen.

Kurz danach erreicht die Pilger*in weiter dem Pilgerweg abwärts folgend, auch roter Balken, die Holdermannseiche. Weiter abwärts rollend kommt sie wenig später zum Zollstock. Dort kann sie an einer Schutzhütte gut rasten und blickt zum ersten Mal auf Schloss und die Altstadt von Heidelberg.

Hinweis: Hier muss die Pilger*in eine Entscheidung: treffen: bevorstehende Steigung über den Heiligenberg gemeinsam auf dem Camino überwinden oder ab hier Umfahrung 3 wählen (ohne Steigung bis Heidelberg, nicht über den Heiligenberg): Es ist der Rundweg 2, namentlich Odenwälderweg, auf dem Wegweiser als „Heidelberg einfache Strecke“ ausgezeichnet. Nach ca. 1 km entdeckt die Pilger*in wieder den gelben Beutel und befindet sich auf dem Camino.

Zollstock (382 m) – Heidelberg, Jesuitenkirche (125 m): 5,6 km (↑10 m - ↓280 m)

Einfache Strecke: Odenwälderweg: ab Zollstock

Umfahrung 3 (des Heiligenbergs):
Vorteile:
  • direkte und kürzeste Strecke
  • ohne Steigung vom Zollstock nach Heidelberg
  • Der Weg führt nicht über die Heiligen auf dem Berg, sondern direkt zur Wiese der Engel. Auf der Engelswiese soll eine den Engeln geweihte Kirche gestanden haben.
Nachteil:
  • Die Pilger*in verpasst den Heiligenberg und das Gasthaus Waldschenke!

Am Zollstock nimmt die Pilger*in den linken Weg 2 (namentlich: Odenwälderweg) nach unten: 1700 m und 170 Höhenmeter (10 % Gefälle, die ersten 400m 12,5 %) auf breitem, gut befestigtem Waldweg.
Auf den Wegschildern heißt die Strecke auch „Heidelberg (einfache Strecke)“. Er führt zur Kreuzung Rampe. Diese ist mit einem Wegweiserstein auf der linken Seite gekennzeichnet. Der Weg geht rechts weiter als Rundweg 2 bis zur Kreuzung Am Spaten.
Auch diese Kreuzung ist mit einem Wegweiserstein gekennzeichnet. Die Pilger*in kann sich auf einem Bänkchen ausruhen. Dort geht sie geradeaus weiter abwärts und folgt dem Odenwälderweg auch über die nächste Kreuzung hinweg.
An dieser Kreuzung trifft sie mit den Pilger*innen zusammen, die sich für die anspruchsvolle Strecke auf dem Camino Incluso entschieden haben. Diese kommen ihr von oben entgegen.

Die Pilger*innen rollen und gehen den Odenwälderweg nach unten bis dieser an der Odenwälder Hütte, vor dem „Landeplatz für Engel“, der Engelswiese auf den Philosophenweg trifft.

Pilgerhinweis: Hier ist ein Abzweig nach links zum Kloster Stift Neuburg (4km) möglich. Das Benediktinerkloster bietet den Pilger*innen auf Voranmeldung einen Pilgerempfang, Pilgerstempel und eine einfache Pilgerherberge (ab 2 Übernachtungen, nicht barrierefrei) an.

Die Pilger*in ist auf dem Philosophenweg angekommen. Sie rollt auf ihm geradeaus weiter. Nach der Engelswiese stößt die Pilger*in auf die Hölderlinanlage Sie findet dort eine Hinweistafel, dass hier eine den Engeln geweihte Kirche gestanden haben soll. Ein guter Sommerrastplatz im Schatten der Bäume. Von der Hölderlinanlage bewegt sie sich über 1 km weiter auf dem legendären Philosophenweg.

Hinweis: Die besondere Qualität dieses Wegstücks liegt darin, dass die Pilger*in über 1 km dem Philosophenweg nach Westen entlang schlendert- physisch wie mental – vorbei an der Hölderlinanlage und einen unbeschreiblichen Blick auf Heidelberg hat. Hat sie das Neckarufer erreicht, legt sie dieselbe Strecke eine Etage tiefer zurück, auf Flusshöhe und nach Osten ausgerichtet. Dieselbe Sicht aus anderer Perspektive, in anderem Licht!

Hinweis: Fußpilger*innen können kurz nach der Hölderlinanlage über den romantischen Schlangenweg, ein gepflasterter Hohlweg mit Stufen, hinab bis zur Alten Brücke nach Heidelberg.

Rollstuhlpilger*innen folgen dem ausgeschilderten Camino Incluso auf dem Philosophenweg bis zum Philosophengärtchen und dann zum Wohngebiet.

Der Camino Incluso verlässt den Philosophenweg nach links über die Albert-Ueberle-Straße.

Hinweis: Dies ist die beste und am wenigsten steile Möglichkeit nach Heidelberg zu gelangen. Der Pilgerweg durch das Wohngebiet folgt der Straße hinab. Hier werden die Wegzeichen des Camino Incluso immer wieder entfernt. Aber am Ende der Straße erwartet die Pilger*innen wieder die gewohnte Ausschilderung.

Der Weg ist weiterhin asphaltiert. Am Anfang geht es ca. 50 m steiler (bis 10%), dann gemäßigt abwärts. (gesamt ca. 40 Höhenmeter für 600 m, 6,6 % Gefälle). Sie erreichen direkt die Bushaltestelle der Linie 34 Bergstraße auf der Neuenheimer Landstraße. Dort überqueren sie die Straße- gut einsichtig- und folgen ihr nach links bis zur Fußgängerampel. Über diese gelangen sie auf dem Fuß- und Radweg entlang des Neckars zur Alten Brücke in Heidelberg (2 km ab Abzweig vom Philosophenweg).

Hinweis: Fußpilger*innen können den Leinpfad unterhalb der Straße entlang des Neckars nutzen.

Vor der Alten Brücke treffen alle Wege- die alternativen Fußpfade und der Camino Incluso- zusammen. Beim Weg über die Alte Brücke rollt die Stadt den Pilger*innen den roten Teppich aus. Sie werden hier von Neckar, Schloss und dem Tor zur Altstadt würdevoll empfangen.

Nach der Romantik rüttelt die andere Seite der Realität: Durch das Brücken-Tor mit seinen 2 Türmen, einst Gefängnis- und Wächterwohnung, gelangen die Pilger*innen in die Steingasse, die holprig auf Kopfsteinpflaster auf die evangelische Heiliggeistkirche zu führt.

Hinweis: Umfahrung des Kopfsteinpflasters: Nach der Brücke 50 m rechts hinab und die erste Straße links, die Haspelgasse , auf dem Bürgersteig zur Hauptstraße, dort links zur Kirche. Ab der Kirche ist der Weg wieder gut befahrbar.

Achtung: In der Altstadt werden die Wegzeichen immer wieder überklebt oder entfernt. Deshalb muss die Pilger*in der Beschreibung folgen.

Der ausgezeichnete Pilgerweg umrundet die Kirche links herum. Die Stolpersteine vor der Max-Bar erinnern die Pilger*in an jüdisches Leben in Heidelberg. Sie überquert den Marktplatz und trifft auf die Hauptstraße. Dieser folgt er nach links.

Hinweis: Im Rathaus gibt es barrierefreie Toiletten. Mit Blick auf das Rathaus geht die Pilger*in geradeaus, bis rechter Hand, gegenüber dem Rathaus, der Kornmarkt erreicht ist.

Von oben grüßt das Heidelberger Schloss die Pilgerin. Nach einem Gruß zurück überquert sie den Platz und biegt rechts in die Ingrimstraße ein.
Nach einigen Metern wartet linker Hand die Pilgerherberge Hostel68 in einem ehemaligen Gesindehaus.

Pilgerhinweis: Auf telefonische Anfrage gibt es einen barrierefreien Pilgerempfang außerhalb und den Pilgerstempel.

Die Pilger*in folgt der Ingrimstraße bis ans Ende, stößt auf die Kettengasse, folgt ihr nach rechts und biegt danach gleich links in die Merianstraße ein.

Nach wenigen Metern erreicht sie ihr Ziel, die Jesuitenkirche Sie betritt die älteste katholische Kirche in Heidelberg (1712-1723) durch den Haupteingang.

Pilgerhinweis: Im Garten stehen die siebte und letzte Infotafel und ein Pilgerkästchen. Darin findet sie das Infoblatt zur Stempelstelle sowie das Pilgerbuch und den Pilgerstempel. Der letzte Pilgerstempel markiert das Ende des Pilgerwegs. Auf Anfrage gibt es einen Pilgerempfang.
Im Gemeindehaus der Citykirche (Jesuitenkirche) gibt es auch barrierefreie Toiletten sowie zuvor im Rathaus und in der Alten und Neuen Universität. Ein barrierefreies WC mit Euroschlüssel befindet sich auf dem Universitätsplatz.

Hinweis: Der Weg zur Universität ist in vielerlei Hinsicht lohnenswert. Auf dem Universitätsplatz stolpert die Pilger*in über den Martin-Luther-Gedenkstein. Vom Universitätsplatz geht die Pilger*in über die Hauptstraße hinunter in die Marstallstraße und gelangt kurz vor dem Neckar auf den Platz der alten Synagoge.

Heidelberg ist erreicht und die Pilger*in sollte sich  Zeit lassen für diese internationale, inklusive und interreligiöse Stadt.

Etappe 6 – Variante 2

Wanderkarte: Bergstraße-Odenwald Blatt 12, 1:20 000 – Hrsg: Geo-Naturpark Bergstraße-Odenwald

Einschätzung

Die Einschätzung der Etappe für unterschiedliche Nutzergruppen erfolgte auf der Grundlage einzelner Erprobungen und soll für eine erste Orientierung dienen. Die Einschätzung erfolgte ohne Gewähr und erhebt keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit.

Wegqualität

„Vorteile“ der Variante 2 gegenüber Camino Incluso
  • Vermeidung von einer Steigung nach Wilhelmsfeld: 200 m bis zu 9 % Steigung (U1)
  • kein Wegstück auf der Landstraße
  • U1 + U2: asphaltierter, ebener Weg
„Nachteile“ der Variante 2 gegenüber Camino Incluso
  • 1,6 km mit ÖPNV: evtl. Wartezeit von höchstens 30 Minuten auf den Niederflurbus
  • für Rast im Gasthaus Weißer Stein: Abstecher notwendig: 500 m und ↑20 m und wieder zurück (asphaltiert)
  • Busfahrt für Liege-Handbike-Fahrer*innen nicht möglich

Wo es lang geht

Genaue Beschreibung der Wegstrecke und Informationen zur Infrastruktur

Kohlhof (460 m) – Wilhelmsfeld (448 m): 2,1 km (↑20 m - ↓50 m)

Die Pilger*in startet die letzte Pilgeretappe am Naturfreundehaus Kohlhof.

Pilgerhinweis: Am Etappenziel, dem Naturfreundehaus Kohlhof, findet die Pilger*in den Pilgerstempel und die Infotafel für die letzte Etappe. Das Naturfreundehaus bietet eine barrierefreie Herberge, Einkehr sowie barrierefreie Toiletten.

Auf ebener Strecke ist die Pilger*in durch den Köhlerwald gemeinsam mit den Wandersleuten des E1 bis Wilhelmsfeld auf dem Europäischen Fernwanderweg E 1 unterwegs (Markierung: früher weißes, jetzt grünes Andreaskreuz). Vorbei an einem Schaukohlemeiler kommt sie auf ebener Strecke am Parkplatz Köhlerwald aus dem Wald. Dieses Wegstück, vom Kohlhof bis zum Waldaustritt, ist auch als Rollstuhlwanderweg beschrieben.

Anschließend rollt es sich auf asphaltiertem Weg über 30 Höhenmeter 500 m abwärts (Gefälle 6 bis 7 %), das Wohngebiet entlang, vorbei an Harput Döner bis zum Gasthaus Schriesheimer Hof nach Wilhelmsfeld. Links unterhalb der Tankstelle ist die Bushaltestelle Schriesheimer Hof.

In Wilhelmsfeld nimmt die Pilger*in dieser Variante die Umfahrung 1 und 2 und trifft anschließend nach 2,6 km wieder auf den Camino.

Wilhelmsfeld, Schriesheimer Hof – Bus 34: 1,5 km (↑70 m - ↓0 m) - Haltestelle Langer Kirschbaum- Hohe Straße W10 - Wilhelmsfelder-Eck-Hütte: 1,1 km (↑10 m - ↓0 m) (ca. 1 km vor Gasthaus und Aussichtsturm Weißer Stein)

Umfahrung 1:

  • Vorteil: Vermeidung einer Steigung und eines Wegstücks auf der Straße, 1 km Fußweg weniger
  • Nachteil: evtl. Wartezeit von höchstens 30 Minuten auf den Bus

In Wilhelmsfeld nimmt die Pilger*in den Bus 34 (Haltestelle Schriesheimer Hof) Richtung Heidelberg. Der Bus fährt im Halbstundentakt als Niederflurfahrzeug. Sie fährt 1 Station (2 Minuten) bis zur Haltestelle Langer Kirschbaum. Hier ist die Höhe erreicht.
Sie folgt über den Parkplatz dem linken Weg W11, W10. Der Weg ist asphaltiert.
An der Wilhelmsfelder-Eck-Hütte kommt von rechts unten der Camino. Dieser führt rechts weiter über das Gasthaus Weißer Stein. Etwas bequemer geht es links weiter auf der Hohen Straße: U2

Wilhelmsfelder-Eck-Hütte - Hohe Straße W10 – Parkplatz Raue Buche: 1,5 km (↑20 m - ↓10 m)

Umfahrung 2:

  • Vorteil: asphaltierter, ebener Weg
  • Nachteil: kommt nicht direkt am Gasthaus Weißer Stein vorbei – dieser ist kurz vor dem Parkplatz Raue Buche ca. 500 m auf asphaltierter Zufahrtsstraße aufwärts zu erreichen: Umweg hin und zurück: 1 km, (↑20 m – ↓20 m)

Ab der Wilhelmsfelder-Eck-Hütte die Abzweigung nach links, den W10, wählen. Der Weg verläuft wieder auf dem alten Handelsweg, der Hohen Straße parallel zum Pilgerweg – eben, asphaltiert – und trifft vor dem Parkplatz Raue Buche wieder auf ihn.

Hinweis: Der Parkplatz Raue Buche liegt etwa 600 m unterhalb des Gasthauses Weißer Stein. Für eine Rast im Gasthaus Weißer Stein biegt die Pilger*in kurz vor der Abfahrt zum Parkplatz Raue Buche rechts ab und gelangt auf asphaltiertem Weg ca. 500 m und 20 Höhenmeter (Steigung 2-4 %, auf 250 m 5-6 %) bergauf zum Gasthaus. Draußen am Biergarten bietet das Gasthaus im Sommerhalbjahr eine rollstuhlgerechte Toilette an.

Parkplatz, Raue Buche (532 m) – Zollstock (382 m): 2,6 km (↑ 0 m - ↓140 m)

Am Parkplatz geht es weiter wieder auf dem Camino geradeaus hinab, auch roter Balken. Nach ca. 50 m trifft die Pilger*in auf einen Wegweiserstein „Meereshöhe 515 m“ an einer Wegkreuzung.

Der Pilgerweg geht nach rechts zuerst leicht (2-6 %), die letzten 200 m 7-9 % abwärts, auf einer Länge von ca. 2,5 km bis zu einer großen Wegspinne (6 Wege), den Stickelsplatz.

Hinweis: Die Hohe Straße verläuft parallel dazu auf dem Höhenrücken über die Hütte „Am Einsiedler“ und trifft am Stickelsplatz wieder mit dem Camino zusammen.

Kurz danach erreicht die Pilger*in weiter dem Pilgerweg abwärts folgend, auch roter Balken, die Holdermannseiche. Weiter abwärts rollend kommt sie wenig später zum Zollstock. Dort kann sie an einer Schutzhütte gut rasten und blickt zum ersten Mal auf Schloss und die Altstadt von Heidelberg.

Hinweis: Hier muss die Pilger*in eine Entscheidung: treffen: bevorstehende Steigung über den Heiligenberg gemeinsam auf dem Camino überwinden oder ab hier Umfahrung 3 wählen (ohne Steigung bis Heidelberg, nicht über den Heiligenberg): Es ist der Rundweg 2, namentlich Odenwälderweg, auf dem Wegweiser als „Heidelberg einfache Strecke“ ausgezeichnet. Nach ca. 1 km entdeckt die Pilger*in wieder den gelben Beutel und befindet sich auf dem Camino.

Zollstock (393 m) – Heiligenberg, Waldschenke (440 m): 1,4 km (↑40 m - ↓50 m)
Anspruchsvolle Strecke: Camino Incluso: ab Zollstock

Der beschilderte Pilgerweg führt, weiter auch roter- Balken-Weg, zunächst abwärts, dann ansteigend bis zu einer Weggabelung am Heiligenberg.

Der Pilgerweg umrundet den Gipfel des Heiligenbergs rechts auf der weniger steilen und gut befahrbaren Nordseite. Hier geht es insgesamt ca. 350 m und 30 Höhenmeter auf gut befestigtem Weg bergauf (bis zu 11 % Steigung).

Hinweis: Die Fußpilger*in kann an der Weggabelung am Heiligenberg den linken Weg (Rundweg 1) nehmen. Dieser steigt auf einem schmalen Pfad steil an, entlang des Keltenrings und führt direkt auf den Gipfel des Heiligenbergs.

Der Pilgerweg verläuft auf dem inneren Ringwall (Keltenweg) der ehemals keltischen Siedlung. An der Westseite kommt die Pilger*in an eine Kreuzung. Dort ist der Pilgerweg nach unten ausgeschildert.

Pilgerhinweis: Ein Wegweiserstein weist Richtung Heiligenberg nach links hinauf (Klosterweg)! Es bietet sich an, an diesem geschichtsträchtigen Ort sich spiralförmig gegen den Uhrzeigersinn eine Etage höher zu bewegen und über den Klosterweg, dann Sankt Michels Rundweg und nochmal den Heiligenberg zu umrunden. Auf der Westseite entdeckt die Pilger*in den Platz „Tor innerer Ringwall“.

Auf dem Camino rollt es dann stetig abwärts. Links gibt es zuerst einen Zugang zur oben genannten Thingstätte mit Stufen, 20 m weiter einen ebenen. Der Weg führt aber weiter hinab zum Heiligenbergbrunnen und zum Gasthaus Waldschenke.

Hinweis: Das Gasthaus und Biergarten sind eben zugängig und bietet leibliche Stärkung für den Endspurt. Die Pilger*innen finden eine Toilette (ebener Zugang hinten am Parkplatz über die Terrasse, Toilette eben, aber eng, keine Griffe, keine Sitzerhöhung) vor.

Heiligenberg, Waldschenke (383 m) – Heidelberg, Jesuitenkirche (125 m): 6,5 km (↑10 m - ↓270 m)

Die Pilger*in lässt das Gasthaus Waldschenke rechts liegen und kommt zum Parkplatz Heiligenberg mit dem „Heiligenberg zum Anfassen“. Danach erreicht die Pilger*in das ehemalige Stephanskloster. Von dort blickt sie zum dritten Mal auf Heidelberg. Weiter auf der Zufahrtsstraße kommt sie kurz danach zum gefürchteten Heidenloch, in dessen Tiefe sie blicken kann.

Der Pilgerweg verläuft wieder ein kurzes Stück – etwa 100 m – auf der Fahrstraße (unvermeidbar, aber gut einsehbar, nur Zufahrtstraße zum Wanderparkplatz und Gasthaus). Kurz danach- nach einem Rechtsbogen- verlässt der Pilgerweg die Fahrstraße und biegt nach links in den oberen breiten Weg (namentlich: Aussichtsturmweg) ab.

Hinweis: Fußpilger*innen können an der Abzweigung auch den unteren schmalen Weg nehmen und über das Fuchsrondell, die Mönchberghütte und Bismarckturm auf den Philosophenweg gelangen. Sie orientieren sich am Wegzeichen „roter Balken“. Das war auch die ursprüngliche Wegbeschilderung des Camino Incluso. Aber der naturnahe Weg zum Fuchsrondell – 1km – ist mit dem Rollstuhl nicht gut befahrbar. Ab dem Fuchsrondell ist der Weg bis HD durchgängig asphaltiert.

Der Pilgerweg ist gut befestigt, eben bis leicht absteigend und es rollt sich rhythmisch durch den Wald entlang des äußeren keltischen Ringwalls auf historischem Pfad (ca. 400 v. Chr.). Ein Wegweiserstein informiert darüber.
Nach 1 km trifft er auf den Rundweg 2 (namentlich noch immer Aussichtsturmweg), dem die Pilger*in ca. 300 m folgt und an der nächsten Kreuzung einer scharfen Rechtskehre wieder verlässt.

Hinweis: An dieser Kreuzung sind zwei Wegweisersteine. Die Pilger*in befindet sich jetzt auf dem Odenwälderweg (der von oben kommt). Dort trifft sie mit den Pilger*innen, die sich für Umfahrung 3 entschieden haben, zusammen. Aussichtsturmweg und Odenwälderweg vereinigen sich hier.

Der Odenwälderweg ist weiter gut befestigt und breit, führt über eine Strecke von 800 m und einem Gefälle von ca. 11 %. Sie entdecken 50 m weiter abwärts den Odenwälderbrunnen. Die Pilger*innen rollen und gehen den Odenwälderweg nach unten bis dieser an der Odenwälder Hütte, vor dem „Landeplatz für Engel“, der Engelswiese, auf den Philosophenweg trifft.

Pilgerhinweis: Hier ist ein Abzweig nach links zum Kloster Stift Neuburg (4km) möglich. Das Benediktinerkloster bietet den Pilger*innen auf Voranmeldung einen Pilgerempfang, Pilgerstempel und eine einfache Pilgerherberge (ab 2 Übernachtungen, nicht barrierefrei) an.

Die Pilger*in ist auf dem Philosophenweg angekommen. Sie rollt auf ihm geradeaus weiter. Nach der Engelswiese stößt die Pilger*in auf die Hölderlinanlage Sie findet dort eine Hinweistafel, dass hier eine den Engeln geweihte Kirche gestanden haben soll. Ein guter Sommerrastplatz im Schatten der Bäume. Von der Hölderlinanlage bewegt sie sich über 1 km weiter auf dem legendären Philosophenweg.

Hinweis: Die besondere Qualität dieses Wegstücks liegt darin, dass die Pilger*in über 1 km dem Philosophenweg nach Westen entlang schlendert – physisch wie mental – vorbei an der Hölderlinanlage und einen unbeschreiblichen Blick auf Heidelberg hat. Hat sie das Neckarufer erreicht, legt sie dieselbe Strecke eine Etage tiefer zurück, auf Flusshöhe und nach Osten ausgerichtet. Dieselbe Sicht aus anderer Perspektive, in anderem Licht!

Hinweis: Fußpilger*innen können kurz nach der Hölderlinanlage über den romantischen Schlangenweg, ein gepflasterter Hohlweg mit Stufen, hinab bis zur Alten Brücke nach Heidelberg.

Rollstuhlpilger*innen folgen dem ausgeschilderten Camino Incluso auf dem Philosophenweg bis zum Philosophengärtchen und dann zum Wohngebiet.

Der Camino Incluso verlässt den Philosophenweg nach links über die Albert-Ueberle-Straße.

Hinweis: Dies ist die beste und am wenigsten steile Möglichkeit nach Heidelberg zu gelangen. Der Pilgerweg durch das Wohngebiet folgt der Straße hinab. Hier werden die Wegzeichen des Camino Incluso immer wieder entfernt. Aber am Ende der Straße erwartet die Pilger*innen wieder die gewohnte Ausschilderung.

Der Weg ist weiterhin asphaltiert. Am Anfang geht es ca. 50 m steiler (bis 10%), dann gemäßigt abwärts. (gesamt ca. 40 Höhenmeter für 600 m, 6,6 % Gefälle). Sie erreichen direkt die Bushaltestelle der Linie 34 Bergstraße auf der Neuenheimer Landstraße. Dort überqueren sie die Straße- gut einsichtig- und folgen ihr nach links bis zur Fußgängerampel. Über diese gelangen sie auf dem Fuß- und Radweg entlang des Neckars zur Alten Brücke in Heidelberg (2 km ab Abzweig vom Philosophenweg).

Hinweis: Fußpilger*innen können den Leinpfad unterhalb der Straße entlang des Neckars nutzen.

Vor der Alten Brücke treffen alle Wege- die alternativen Fußpfade und der Camino Incluso- zusammen. Beim Weg über die Alte Brücke rollt die Stadt den Pilger*innen den roten Teppich aus. Sie werden hier von Neckar, Schloss und dem Tor zur Altstadt würdevoll empfangen.

Nach der Romantik rüttelt die andere Seite der Realität: Durch das Brücken-Tor mit seinen 2 Türmen, einst Gefängnis- und Wächterwohnung, gelangen die Pilger*innen in die Steingasse, die holprig auf Kopfsteinpflaster auf die evangelische Heiliggeistkirche zu führt.

Hinweis: Umfahrung des Kopfsteinpflasters: Nach der Brücke 50 m rechts hinab und die erste Straße links, die Haspelgasse , auf dem Bürgersteig zur Hauptstraße, dort links zur Kirche. Ab der Kirche ist der Weg wieder gut befahrbar.

Achtung: In der Altstadt werden die Wegzeichen immer wieder überklebt oder entfernt. Deshalb muss die Pilger*in der Beschreibung folgen.

Der ausgezeichnete Pilgerweg umrundet die Kirche links herum. Die Stolpersteine vor der Max-Bar erinnern die Pilger*in an jüdisches Leben in Heidelberg. Sie überquert den Marktplatz und trifft auf die Hauptstraße. Dieser folgt er nach links.

Hinweis: Im Rathaus gibt es barrierefreie Toiletten. Mit Blick auf das Rathaus geht die Pilger*in geradeaus, bis rechter Hand, gegenüber dem Rathaus, der Kornmarkt erreicht ist.

Von oben grüßt das Heidelberger Schloss die Pilgerin. Nach einem Gruß zurück überquert sie den Platz und biegt rechts in die Ingrimstraße ein.
Nach einigen Metern wartet linker Hand die Pilgerherberge Hostel68 in einem ehemaligen Gesindehaus.

Pilgerhinweis: Auf telefonische Anfrage gibt es einen barrierefreien Pilgerempfang außerhalb und den Pilgerstempel.

Die Pilger*in folgt der Ingrimstraße bis ans Ende, stößt auf die Kettengasse, folgt ihr nach rechts und biegt danach gleich links in die Merianstraße ein.

Nach wenigen Metern erreicht sie ihr Ziel, die Jesuitenkirche Sie betritt die älteste katholische Kirche in Heidelberg (1712-1723) durch den Haupteingang.

Pilgerhinweis: Im Garten stehen die siebte und letzte Infotafel und ein Pilgerkästchen. Darin findet sie das Infoblatt zur Stempelstelle sowie das Pilgerbuch und den Pilgerstempel. Der letzte Pilgerstempel markiert das Ende des Pilgerwegs. Auf Anfrage gibt es einen Pilgerempfang.
Im Gemeindehaus der Citykirche (Jesuitenkirche) gibt es auch barrierefreie Toiletten sowie zuvor im Rathaus und in der Alten und Neuen Universität. Ein barrierefreies WC mit Euroschlüssel befindet sich auf dem Universitätsplatz.

Hinweis: Der Weg zur Universität ist in vielerlei Hinsicht lohnenswert. Auf dem Universitätsplatz stolpert die Pilger*in über den Martin-Luther-Gedenkstein. Vom Universitätsplatz geht die Pilger*in über die Hauptstraße hinunter in die Marstallstraße und gelangt kurz vor dem Neckar auf den Platz der alten Synagoge.

Heidelberg ist erreicht und die Pilger*in sollte sich etwas Zeit lassen für diese internationale, inklusive und interreligiöse Stadt.

Allgemeine Informationen zur Etappe

Was uns bewegt – Schrittweise Ankommen

Die Pilger*in erreicht den Gipfel des Heiligenbergs (440 m). Sie ist im Hinteren Odenwald angekommen.

Ein altes Ankunftsritual von Pilger*innen ist, den Stein von daheim kurz vor dem Ziel abzulegen: etwas dalassen, erleichtert ankommen. Dort am Tor des keltischen Ringwalls ist ein Platz entstanden.

Die Pilger*in nähert sich Heidelberg über den „Weißen Stein“ (549 m), den höchsten Berg des Vorderen Odenwalds. Unterwegs stößt sie auf „Wegweisersteine“ in der Gemarkung Heidelberg. Diese sind ein Spezifikum des Erholungswalds Heidelbergs zur Orientierung seit über 100 Jahren. Die Wegweisersteine führen zu herrlichen Ausblicken auf Heidelberg, Heidelberg wird sichtbar.

Den Weg verlassen

Über 6 Brücken ist die Pilger*in gegangen. So konnten die Odenwaldbäche trockenen Fußes überschritten werden. „Ich bin schon da!“ Das Wasser der „Pilgerwegquellen“ Gassbach und Ulfenbach hat sich schon schneller als die Pilger*in mit dem Neckar verbunden. Am Ende der letzten Etappe lauert der einst wilde und von den Odenwaldbächen gespeiste Neckar, vor dem die alten Holzbrücken nicht sicher genug waren. Erhobenen Hauptes kann jetzt die Pilger*in auf dem weltberühmten neunbögigen Bauwerk aus Buntsandstein die Gewässer überwinden.

Angekommen

Mit dem Durchschreiten des Stadttors hat die Pilger*in endgültig den „öden Wald“ verlassen. Sie ist am Ziel des Camino Incluso angekommen. Die Pilgerurkunde bescheinigt, dass die Pilger*in in Achtsamkeit, in Verantwortung füreinander und im Geist der Nächsten- und Naturliebe unterwegs war.

Erneut aufbrechen

 

Pilgern

Soweit nicht anders angegeben sind die genannten Orte barrierefrei.

 

4 Stempelstellen:

  • Kohlhof: an der Rezeption im Naturfreundehaus (NfH) Kohlhof
  • Heidelberg: in der Pilgerherberge und Hostel 68 (zuvor anrufen)
  • Heidelberg: im Pilgerkästchen im Garten der katholischen Jesuitenkirche
  • Heidelberg: an der Klosterpforte der Benediktinerabtei Stift Neuburg

2 Infotafeln:

  • Kohlhof: Naturfreundehaus
  • Heidelberg: Garten der Jesuitenkirche

3 Pilgerempfänge / -segen:

Die Pilger*in findet die Kontaktdaten und weitere Angebote auf der Liste „Pilgerempfang“.

LISTE PILGEREMPFANG ANSEHEN

Besondere Orte / Kraftorte

Soweit nicht anders angegeben sind die genannten Orte barrierefrei.

 

 Kohlhof bis Wilhelmsfeld

Wilhelmsfeld

Wilhelmsfeld bis Heidelberg

Heiligenberg

Auf dem Keltenweg

Der Camino Incluso umrundet den Heiligenberg auf seiner Nordseite.

Der Pilgerweg verläuft auf dem inneren Ringwall (Keltenweg) der ehemals keltischen Siedlung. An der Westseite kommt die Pilger*in an eine Kreuzung. Dort ist der Pilgerweg nach unten ausgeschildert.

Es bietet sich an, an diesem geschichtsträchtigen Ort sich spiralförmig gegen den Uhrzeigersinn eine Etage höher zu bewegen und über den Klosterweg, dann Sankt Michels Rundweg und nochmal den Heiligenberg zu umrunden:

Der Klosterweg führt weiter nach links aufwärts zum Gipfel des Heiligenbergs. Weiter auf dem Klosterweg gelangt die Pilger*in wieder an eine Kreuzung. Sie entdeckt den Gedenkstein „Vorgeschichtliche Siedlung-innerer Ringwall“ und geht geradeaus weiter. Sie gelangt leicht ansteigend zu einem Aussichtspunkt oberhalb der Thingstätte. Hier blickt die Pilger*in zum zweiten Mal auf Heidelberg. Die Pilger*in umrundet auf dem oberen Weg entlang des inneren Ringwalls den heiligen Berg (440m). An der Ostseite des Bergs trifft sie auf den Wegweiserstein „Sankt Michels Rundweg“ und vor dem Ausschlagen der Bäume auf eine weite Aussicht in den östlichen Odenwald. Im Norden blickt sie hinunter auf den Camino, dem sie schon gefolgt ist, und hinauf zur Michaelsbasilika. Auf der Westseite entdeckt sie 20 m unterhalb des Wegs einen Wegweiserstein mit dem Hinweis „Tor innerer Ringwall“. An dieser Stelle, umkreist von lichten Buchen, haben Besucher auch Spuren hinterlassen, hier in Form von Steintürmchen. Der Weg dahin geht 10 m naturnah abwärts.

Zurück auf dem Spiral-Weg hält sich die Pilger*in dann weiter links an einem Wegweiserstein (oben links: Rundweg) und kann auf der Westseite zum Eingangstor zum Gipfel und zur Ruine der Michaelsbasilika gelangen. Der Zugang zum Gipfel ist nicht immer geöffnet! Für Rollstuhlpilger*innen ist er nur bedingt mit Unterstützung nutzbar, da schlechter Untergrund und Stufen. Die Fußpilger*in kann direkt über einen naturnahen Weg absteigen. Die Rollstuhlpilger*in fährt die ca. 50 m zurück und kommt wieder auf den Sankt Michels Rundweg und folgt ihm weiter. Diesen verlässt sie auf der Südseite dort, wo sie ihn begonnen hat, am Gedenkstein „Vorgeschichtliche Siedlung, innerer Ringwall“, nach rechts und gelangt wieder auf den Camino.
Weitere Informationen zum Keltenweg

Heidelberg

Orte auf dem Weg zum Ziel des Camino Incluso:

 

Wir verweisen auf das vielfältige Angebot der Stadt Heidelberg:
Toiletten

Soweit nicht anders angegeben, sind die genannten Toiletten barrierefrei.

 

Kohlhof:

  • Naturfreundehaus (Mo + Di Gastronomie Ruhetag, Toilette anfragen)

Weißer Stein:

  • Waldgasthaus, am Biergarten (nur Sommerhalbjahr)
  • Waldgasthaus (nicht barrierefrei)

Heidelberg:

Einige Toiletten am/ in unmittelbarer Nähe vom Camino Incluso:

  • Rathaus
    Marktplatz 10
    Mo bis Fr: 08.00–17.00 Uhr
  • Verwaltungsgebäude Prinz Karl
    Kornmarkt 5
    zu den Öffnungszeiten des Amtes
  • Verwaltungsgebäude Palais Graimberg
    Am Kornmarkt 1
    Zugang über Zwingerstraße
    zu den Öffnungszeiten des Amtes
  • Neue Universität
    Grabengasse 3-5
    Mo bis Fr: 06.30–16.00
  • Haus der Studierenden
    Marstallhof 5
    auch gute Möglichkeit für Pilger*innen zum Essen, draußen im großen Innenhof, drinnen in Mensa oder Café, international unter Studierenden
    Mo bis Fr: 09.00–24.00 Uhr
    Sa: 14.30–21.00 Uhr
    So: 13.30–21.00 Uhr
  • Jesuitenkirche
    Haus der Begegnung
    nach Vereinbarung (z. B. beim Pilgerempfang)
  • Universitätsplatzplatz
    Grabengasse (öffentlich, durchgängig offen, Zugang mit Euroschlüssel)
  • Bahnhof Altstadt (S-Bahn und Nahverkehr)
    gegenüber der Schleuse, östlich der Alten Brücke (öffentlich, Zugang mit Euroschlüssel)
  • Zoo: Toilette für alle
    Tiergartenstr. 3
    täglich geöffnet von 09.00 bis 17.00/ 19.00 Uhr

Sämtliche Toiletten sind im Stadtführer barrierefrei „Heidelberg hürdenlos“ gelistet und beschrieben.

 

LISTE VERSORGUNG ANSEHEN

 

Links zu:

Versorgung

Der Stadtführer barrierefrei „Heidelberg hürdenlos“ listet die gesamte Infrastruktur auf und beschreibt alle Merkmale detailliert.

Soweit nicht anders angegeben sind die genannten Orte barrierefrei. Die Gastgärten sind meist barrierefrei, die Toiletten in den Gasthäusern sind nicht immer barrierefrei – siehe „Liste Versorgung“.

LISTE VERSORGUNG ANSEHEN

Kohlhof:

  • Naturfreundehaus

Wilhelmsfeld:

  • Schriesheimer Hof (bedingt barrierefrei)
  • La Dolce Vita (WC nicht barrierefrei)
  • Harput Kebap Haus und Pizzeria, Telefon: 06220 914885
  • Bäckerei Bernauer, Telefon: 06220 1621

Im Wald vor Heidelberg:

  • Gasthaus Weißer Stein (Biergarten+ WC draußen barrierefrei, Gasthaus nicht, Stufen am Eingang)
  • Gasthaus Waldschenke (WC nicht barrierefrei)

Heidelberg

  • Zeughaus Mensa im Marstall
  • Die Kuh die lacht
  • Persepolis
  • Cafe Knösel
  • Kulturbrauerei
  • Schnookeloch
  • Gasthof Zum Klostergarten

Lobbach:

  • Manfred-Sauer-Stiftung

Links zu:

Übernachten

Der Stadtführer barrierefrei „Heidelberg hürdenlos“ listet die gesamte Infrastruktur auf und beschreibt alle Merkmale detailliert.

Soweit nicht anders angegeben sind die genannten Orte barrierefrei.

Liste „Übernachtung“ mit ausführlichen Beschreibungen zu Barrierefreiheit, Bedingungen vor Ort, Möglichkeiten, Ansprechpartner*innen, Öffnungszeiten, Kontaktdaten.

LISTE ÜBERNACHTEN ANSEHEN

Kohlhof:

Wilhelmsfeld:

  • Pension Garni „Haus Sonnenhügel“, Jürgen Böhmer (bedingt barrierefrei) Telefon: 06220-1671
  • Pension Talblick (nicht barrierefrei) 
  • Haus Sonneck (nicht barrierefrei), Telefon: 06220-8313 oder 0157-82369953

Heidelberg:

  • Jugendherberge – Zur Website
  • Meininger Hotel – Zur Website
  • Steffis Hostel (barrierefrei, außer Duschen) – Zur Website
  • Camping Haide (bedingt barrierefrei) 
  • Hostel 68 (nicht barrierefrei) – Zur Website
  • Hostel Lotte (nicht barrierefrei) – Zur Website
  • Kloster Stift Neuburg (nicht barrierefrei)

Lobbach:

Parkplätze

Fast alle Parkplätze sind eben und rollstuhlgerecht. Es gibt aber nicht auf jedem Parkplatz ausgewiesene Plätze für Rollstuhlfahrer*innen.

 

Wilhelmsfeld:

  • Parkplatz Köhlerwaldweg (Parkplatz Naturpark)
  • Parkplatz Hinterbergweg (Parkplatz Naturpark)
  • Parkplatz Langer Kirschbaum (Parkplatz Naturpark)

Im Wald zwischen Wilhelmsfeld und Heidelberg:

  • Parkplatz Weißer Stein (Parkplatz Naturpark)
  • Parkplatz Raue Buche (Parkplatz Naturpark)
  • Parkplatz Heiligenberg (Parkplatz Naturpark)

Heidelberg:

 

LISTE VERSORGUNG ANSEHEN

 

Links zu:

ÖPNV

Start- und Zielort sind mit dem ÖPNV zu erreichen
Zum Startpunkt, Naturfreundehaus Kohlhof, sind nach den Haltestellen Altenbach, Kipp und Wilhelmsfeld, Schriesheimer Hof ca. 2 km Fußweg zu bewältigen.
Die Pilger*in kann die Etappe 6 auch in Wilhelmsfeld, Schriesheimer Hof starten.

 

Kohlhof:

  • Bus 628 (Niederflurbus), Haltestelle Altenbach, Kipp

Wilhelmsfeld:

  • Bus 34, 628 (Niederflurbusse)

Heidelberg:

  • Bus + Zug (Niederflurbusse, Bahnhöfe barrierefrei)
  • Rollstuhl-Taxi: Transport im Rollstuhl möglich, nur unter der Nummer: 06221 770022 (wegen großer Auslastung besser am Vortag buchen)
  • Der Schiffsverkehr ist nur bedingt barrierefrei. Vor Nutzung informieren!
  • Schiffsverkehr: „Weiße Flotte“ , Telefon: 06221 20181 – Weitere Informationen
  • Schiffe Europa und Neckarfähre Liselotte: Zugang über mobile Rampe + 1 Stufe, ca. 20 cm, Personal ist behilflich
  • Neckarfähre Liselotte: mit VRN-Ticket wie ÖPNV (Stadtbesichtigung vom Neckar aus)
    Alt-Heidelberg + Königin Sylvia: mit Aufzug, fahren je nach Auslastung
Tourist-Info

Soweit nicht anders angegeben sind die genannten Orte barrierefrei.

 

Tourismus Bergstraße-Odenwald (nicht barrierefrei)
Marktplatz 1
64720 Michelstadt
Telefon: 06061-965970
info@bergstraße-odenwald.de
www.bergstrasse-odenwald.de

Tourismus Heidelberg
Willy-Brandt-Platz 1
69115 Heidelberg
Telefon: 06221-58444 44
touristinfo@heidelberg-marketing.de
www.heidelberg-marketing.de

Heidelberg Marketing
Obere Neckarstraße 33
69117 Heidelberg
Telefon: 06221-5840244
touristinfo@heidelberg-marketing.de
www.heidelberg-marketing.de

Tourist-Info, Rathaus
Marktplatz 10
69117 Heidelberg

Tourist-Info
Neckarstraße 36
60151 Neckargemünd
Telefon: 06223-3553
info@tourismus-neckargemuend.de
www.neckargemuend.de/start/entdecken/tourist-info

 

LISTE VERSORGUNG ANSEHEN

Bildergalerie